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verselb verelst 102015.10.2020 – Die Nachricht über den längerfristigen Ausfall von Stürmer Richard Gelke hat Wölfe-Coach Herbert Hohenberger sowie das komplette Wölfe-Team hart getroffen. Den Wölfe-Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass Richard Gelke nicht einfach zu ersetzen ist.

Nichtsdestotrotz ließ man nichts unversucht und sah sich gewissermaßen in der Pflicht, Ausschau nach möglichen Alternativen auf dem Transfermarkt zu halten. Mit Erfolg.

Sam Verelst heißt der Auserwählte und künftige Neuzugang, der zu 100% in das von Wölfe-Coach Herbert Hohenberger ausgelobte Anforderungsprofil passt. Der 29-Jährige Stürmer ist in Oberligakreisen kein Unbekannter, zuletzt trug er für drei Spielzeiten das Trikot des Nordligisten EV Duisburg (Foto: Herschfeld). Nachdem sich die Füchse bekanntlich aus der Oberliga Nord zurückzogen und Verelst den Weg in die Regionalliga nicht mitgehen wollte, kam das Angebot aus der Porzellanstadt für den Linksschützen mehr als gelegen. Die Fähigkeiten und die Erfahrung von Verelst sind unbestritten, aber Hohenberger wehrt sich entschieden Verelst mit Gelke vergleichen zu wollen. „Sam ist ein sehr erfahrener und guter Spieler, aber kein Richard Gelke. Beide sind unterschiedliche Spielertypen. Wir wissen was uns mit Richi fehlt, wir wissen aber auch, was wir mit Sam und seinen Qualitäten neu ins Team hinzubekommen.“ Sam Verelst unterschrieb einen Einjahresvertrag bis Saisonende 2020/2021 und wird im Wölfe-Trikot mit der Nummer 33 auflaufen.

verselb verelst 1020Ein Belgier im Wölfe-Trikot – so etwas gab es auch noch nicht beim VER Selb. Verelst ist im belgischen Antwerpen geboren und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Das Eishockeyspielen hat Sam bei der Düsseldorfer EC gelernt, wo er bis zur zweiten Mannschaft der Metro Stars alle Nachwuchsmannschaften durchlief. Über ECC Preussen Juniors Berlin führte ihn sein Weg weiter nach Bremerhaven. In Hamburg, wo er sich aktuell fit hält, durfte der Wölfe-Neuzugang in der Saison 2014/2015 sogar bei 23 Einsätzen DEL-Luft schnuppern. Sein Hauptbetätigungsfeld über viele Jahre blieb jedoch die Oberliga, in knapp 250 Pflichtspieleinsätzen reifte Sam zu einem gestandenen Oberligacrack mit Scorerqualitäten. Bestes Beispiel seine beiden erfolgreichen Spielzeiten in Herne (Saison 2016/2017 und 2017/2018). In 91 Einsätzen verbuchte der Linksschütze stolze 106 Punkte. Die letzten drei Jahre stand Sam beim EV Duisburg unter Vertrag – auch hier wurde er dem Ruf als Topstürmer mehr als gerecht - 44 Tore und 62 Vorlagen in 120 Spielen. Die Eingewöhnung in Selb wird Sam vermutlich sehr leichtfallen, trifft er doch mit Michel Weidekamp, Brad Snetsinger (beide einst Herne) und Steven Deeg (Duisburg) auf ehemalige Weggefährten.  

Verelst entstammt einer sehr eishockeybegeisterten Familie. Bruder Senna Peeters spielt ebenfalls Eishockey, Papa Gert Peeters war Spieler und später Trainer. Nicht nur in der Oberliga konnte Sam mit seinen Qualitäten überzeugen, auch auf internationaler Bühne zeigte er sein Können. Bei der EishockeyWM 2018 in der Division II Gruppe A spielte der Wölfe-Neuzugang erstmals für das belgische Nationalteam, erzielte dabei in 5 Spielen 4 Assists und wurde zum Top Player seines Teams gewählt.

Wenn alles klappt, wird Sam Verelst im Laufe der kommenden Woche in Selb eintreffen und – vorausgesetzt die Passformalitäten gehen fix – könnte er im Heimspiel gegen Erfurt am 23. Oktober sein Debut im Wölfe-Dress geben. Neben Verelst standen die Wölfe-Verantwortlichen auch noch mit einigen anderen Kandidaten in Gesprächen, letztendlich entschied sich Wölfe-Coach Hohenberger für den 29Jährigen. „Ich kenne Sam zwar nicht persönlich, habe mich aber natürlich über mein Netzwerk über ihn informiert und er wurde mir von allen sehr empfohlen. Zudem sprach ich natürlich auch mit Michel, Brad und Steven, die mir nur Positives berichten konnten. Er ist ein guter Typ, auf dem Eis und in der Kabine“, so Hohenberger.

Verelst wird als spiel- und läuferisch starker Stürmer beschrieben, routiniert und abgeklärt. Mit seiner Verpflichtung bekommt das Wolfsrudel einen guten Oberligacrack, aber auch noch zusätzliche Kadertiefe. Coach Hohenberger gibt zu bedenken: „In einer Zeit, wo wir nicht wissen, ob wir vielleicht mal den einen oder anderen Spieler hinsichtlich Corona und möglicher Quarantäne nicht an Bord haben, ist jeder zusätzliche Spieler im Team Goldwert. Noch dazu, da auch die U20 nicht gerade üppig mit Spielern bestückt ist und wir nicht x-beliebig Spieler hochziehen und angesichts der Mehrfachbelastung am Wochenende einsetzen können.“

Abschließend richtet sich der sympathische Österreicher noch mit einem Lob an die Adresse seiner direkten Vorgesetzten – der VER-Vorstandschaft. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass in dieser schweren Zeit, wo vieles ungewiss und überhaupt nicht planbar ist, der Vorstand den Mut beweist und nochmals einen Transfer ermöglicht – wirklich toll, wie ich hier seitens der Herren Golly, Manzei und Golbs unterstützt werde.“  

Das erste Testspiel der Saison bestreiten die Selber Wölfe am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) zuhause gegen Herford. Eintrittskarten für diese Partie gibt es HIER online beim Ticketportal hochfrankentickets.de (eine Abendkasse wird es nicht geben!)

selb-live.de – Presseinfo VER Selb

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