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26.11.2020 - Durch mehr Kontrollen konnten mehr Straftaten aufgedeckt werden. Mit einer Aufklärungsquote von rund 75 Prozent liegt man bayernweit im Spitzenbereich. Das erklärten der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Marktredwitz Wolfgang Kemnitzer sowie Polizeikommissar Christian Walberer dem Selber Stadtrat mit Blick auf die Zahlen aus dem Jahr 2019.

In Sachen Personal werde die Soll-Stärke von 65 mit derzeit 59,1 nicht erfüllt. Verfügbar seien im Schnitt 55,1 Beamte. Diese sind zuständig für eine Fläche von 290,5 Quadratkilometer und rund 48.500 Einwohner. Zusätzlich wird die Polizei in den Städten Marktredwitz und Selb von der Sicherheitswacht unterstützt.

Mit genau 11.321 Vorgängen (davon 3.222 Kriminalstatistikfälle) im eigenen Bereich sowie einer Vielzahl weiterer Unterstützungseinsätze in benachbarten Bereichen (WUN, REH, TIR) und auf der Autobahn A93 wird die Arbeitsbelastung beziffert. Hinzu kommen präventive Tätigkeiten.

Stolz sei man auf eine Aufklärungsquote von rund 75 Prozent. Gesamt 1.132 Straftaten (+105 gegenüber Vorjahr) gab es im Jahr 2019 in Selb. Der Durchschnitt der vergangenen Jahre liegt bei 1.262. Der jüngste Anstieg der Straftaten ist darin begründet, dass durch das Zusammenspiel von Landespolizei, Bundespolizei, Grenzpolizei und Zoll die Kontrollmaßnahmen erhöht wurden und folglich mehr Delikte zutage kommen. 255 Diebstähle (+45 / 10-Jahresschnitt 298) und elf Wohnungseinbrüche, davon blieb es in acht Fällen bei einem Versuch, konnten registriert werden. Empfohlen wird, seine Wohnung bzw. Haus so gut wie möglich zu sichern. Gleiches rät die Polizei auch hinsichtlich Fahrräder. Fahrraddiebstahl (im Schnitt 29 im Jahr) habe in den vergangenen Jahren nämlich deutlich zugenommen, was wohl auch an deren höheren Wertigkeit als noch vor einigen Jahren liegen dürfte. Oft seien die Fahrräder gar nicht oder nur unzureichend gesichert, auch würden unversperrte Garagen Dieben leichtes Spiel machen.

Häufiger festgestellt wurden auch Rohheitsdelikte (180; + 31 gg. Vorjahr) wie Raub, Körperverletzung, Nötigung und Drohung sowie Delikte im Bereich der Straßenkriminalität (179; +20) wie Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen bis hin zu Delikten (29; +9) der gefährlichen Körperverletzung.

Durch den grenzüberschreitenden Verkehr habe man natürlich deutlich mehr Delikte zu verzeichnen als in anderen Regionen. Durch die Zusammenarbeit mit der Grenzpolizei, der Bundespolizei und dem Zoll habe man Fälle zu bearbeiten, die tatortmäßig erfasst werden müssen, mit der eigentlichen Kriminalität am Ort jedoch wenig zu tun haben. Das betrifft insbesondere den Bereich der Rauschgiftdelikte (160; + 60)

Als ein unschönes Phänomen wird die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte gesehen. Wichtig sei es daher, dass Bodycams zum Einsatz kommen, die das dokumentieren und auch vor Gericht als Beweismittel dienen.

Wolfgang Kemnitzer erklärte abschließend, dass aufmerksame Bürger durch die Mitteilung verdächtiger Personen, Fahrzeuge oder Situationen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Stadt Selb leisten würden. Somit wird dazu ermutigt, auch zukünftig zu unterstützen.

„Man kann sich bei uns sicher fühlen“, zieht Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch als Fazit aus den Ausführungen der Polizei. Beiderseitig gelobt wird bei unterschiedlichsten Themen das gute Zusammenspiel zwischen der Stadtverwaltung und der Polizei.

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